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E-Mail Adressen aus Blog- Kommentaren exportieren? Ganz schlechte Idee!

Vor einigen Tagen hat der englische WordPress Blog wpbeginner.com einen Artikel veröffentlicht, in welchem erklärt wurde, wie man alle E-Mail Adressen mit Hilfe des Plugins „Export Emails“ aus den Kommentaren einer WordPress Seite bzw. dem Blogbereich exportieren kann, um diese dann z.B. in seinen Newsletter-Verteiler einzutragen.

Ich habe auch gesehen, dass dieser Artikel des öfteren im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurde und will an dieser Stelle ganz kurz meinen Senf dazu geben, wieso du von solchen Sachen unbedingt die Finger lassen solltest!

 

Aber wieso denn nicht? Verdient man ja schließlich dran…

Ja, es klingt super verlockend. Wir selbst haben hier bei DRWP.de über 750 Kommentare, von min. 500 verschiedenen Personen und haben somit natürlich Zugriff auf 500 E-Mail Adressen von einer speziellen Zielgruppe.

Von Menschen wie dir, die sich mit dem Thema WordPress beschäftigen. Wir können nun einen hübschen Newsletter, voller Werbung rausschicken. Egal ob Premium Themes, Webhosting oder sonstige Partnerprogramme. Ich bin mir sicher, dass sich damit locker 1.000 bis 2.000 EUR verdienen lassen. Und das nicht nur beim 1. Newsletter,  nein auch beim 2. oder 3., denn es tragen sich ja immer neue Leute auf der Seite ein. AAAAABER…

Warum wir das nicht machen? Ganz einfach. Zum einen ist es super unmoralisch, denn sicherlich möchten die meisten keine Spam-Mails von uns (nein, wir verschicken keine Spam-Mails über unseren Newsletter-Verteiler, nur geilen Stoff!), sonst hätten sie sich bereits für unseren Newsletter (der ist übrigens kostenlos und definitiv spamfrei über das Formular in der rechten Sidebar abonnierbar) angemeldet.

Aber viel wichtiger ist, dass es in Deutschland schlicht und einfach verboten ist, ungefragt Werbung zu verschicken.

 

Newsletter nur mit DOI (Double-Opt-In)!

Wenn du einen Newsletter verschicken möchtest, muss sich die Person vorher eigenmächtig in diesen Eingetragen haben und ein sogenanntes Double-Opt-In Verfahren durchgeführt haben.

Das heißt Person A trägst sich bei DRWP.de in den Newsletter (rechte Sidebar, oben!) ein, da sie Informationen per E-Mail erhalten möchte. Daraufhin schickt das Newsletter System eine automatische E-Mail mit einem Bestätigungs-Link.

Denn es kann ja auch nicht Person A sein, die sich dort eingetragen hat, sondern Person B, die möchte das Person A ganz viele lustige Mails bekommt, auch wenn Person A das gar nicht will oder sich für den Käse, den André und Christian in ihrem Newsletter verzapfen, gar nicht interessiert.

Eine Kleine Abschweifung: Das Ganze ist vergleichbar wie mit dem Bestellen von Pizza Pizzen für den bösen Nachbarn (nicht das ich das jemals gemacht hätte). Könnte man machen, dann gibt’s halt Ärger (oder wie in meinem Fall Hausarrest).

Genau um dieses Problem zu unterbinden, muss Person A sich zunächst über einen Link in der E-Mail verifizieren und sagen „Ja, das bin ich! Ja, die E-Mail gehört mir!“.

Erst dann, wird (darf) diese Adresse in deine Newsletter-Liste eingetragen werden und erst dann darfst du dieser Person eine Pizza E-Mail schicken.

Zeitgleich musst du aber auch dieser Person erlauben, sich aus deiner Liste aus zutragen und darfst zwischenzeitlich auch kein Backup deiner Liste erstellt haben um diese später wieder zu verwenden.

Wie du siehst, das ist alles nicht wirklich leicht hier in Deutschland, aber es hat schon seinen Sinn.

 

Fazit

Es kann zwar sein, dass du keine Probleme mit den Empfängern bekommst, wenn du ungefragt ihre E-Mail Adressen verwendest und sie diese Mail einfach nur löschen, aber es kann eben so gut sein, dass du einige Tage darauf ebenfalls einen „Newsletter“ bekommst und zwar von einem Anwalt, der gerne etwas von deinem Verdienst durch den Newsletter abhaben möchte. (Stichwort: Abmahnung) Und vielleicht ist es nicht nur ein Brief, sondern 2 oder 3. Also solltest du dir solche Methoden vorher seeehr gut überlegen.

Lange Rede kurzer Sinn: lass ja die Finger von solchem Qutasch und baue deine Listen vernünfig auf!

Über André

Als Web- und Grafikdesigner arbeite ich täglich mit WordPress. Auf DRWP.de veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder kleinere Snippets und Artikel, die mir bei meiner täglichen Arbeit helfen und auch für den ein oder anderen Suchenden von nicht unerheblichem Interesse sein könnten.

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8 Kommentare

Avatar von Bernhard Prange

Bernhard Prange 4. August 2014 um 8:43

Im Bezug auf Blog generierte Email Adressen mag das alles richtig sein. Vielleicht für den ein oder anderen aus dem Marketing: Kunden von Onlineshops DÜRFEN auch ohne newsletter double-opt-in wieder angeschrieben werden. Allerdings nur, wenn die angebotenen Produkte zu dem vorher gekauften thematisch passen. Beispiel: Einem Kunde der Teller gekauft hat, darf man die passenden Tassen anbieten, jedoch keine Küchengeräte. http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fachbeitraege/newsletter-und-datenschutz/

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Avatar von André

André 3. September 2014 um 9:45

Vielen Dank für die Ergänzung und sorry, dass dein Kommentar erst nun freigeschaltet wurde. Das lag leider im Spam rum. ;)

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Avatar von Steven Rohner

Steven Rohner 4. August 2014 um 9:13

Dann möchte ich euch mit diesem Kommentar meine Email-Adresse nicht vorenthalten. :-)

Im ernst: Wer so etwas macht hat sich weder mit der Rechtslage befasst, noch mit den Bedürfnissen seiner Leser.

Würde man den Kommentarschreibern mit dem Zusenden einer Email (welcher Art auch immer) ausnahmslos einen Gefallen tun, dann wäre es zwar immer noch nicht in Ordnung, aber wo kein Kläger…

Allerdings ist das überhaupt nicht möglich. Ich habe selbst über 10 Jahre Erfahrung im Email-Marketing und betreue heute über 60 Empfängerlisten für Newsletter, FollowUp- und Serien-Mails. Ab einer bestimmten Dimension ist es schlicht nicht möglich einen Newsletter zu versenden ohne sich dabei auch nur eine Abmeldung einzuhandeln. Das ist vollkommen normal. Damit will ich sagen das selbst gewillte Newsletter-Empfänger „vergrault“ werden oder das Interesse verlieren. Die Annahme einen Newsletter im Interesse aller Kommentarschreiber zu versenden zu können ist utopisch.

Dabei spielt natürlich das Thema des Blogs auch eine große Rolle. Wenn ich einen Blog betreibe der sich mit streitwürdigen Themen auseinander setzt, dann habe ich auch viele Kommentarschreiber die nicht unbedingt zu meiner Zielgruppe gehören.

Beispiel: Wenn ich einen Blog betreibe in dem ich mich mit der veganen Lebenseinstellung befasse, vielleicht sogar den Skandaljournalismus bediene, dann werde ich auf kurz oder lang hitzige Kommentardiskussionen zwischen Veganern und „Fleischfressern“ provozieren. Es erklärt sich von selbst das ich mir nicht unbedingt Freunde mache, wenn ich vor Weihnachten an alle Kommentarschreiber ein Rezept für einen veganen Weihnachtsbraten versende.

Gleiches gilt für Politik-Blogs, Religion-Blogs, Sport-Blogs usw..

Von den Trash-Mail Eintragungen mal ganz abgesehen.

Deswegen Danke André für den Artikel, ich gebe Dir absolut recht: Finger weg davon!

Viele Grüße aus Berlin,
Steven

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Avatar von André

André 5. August 2014 um 21:10

Vielen Dank für dein umfangreiches Feedback! :)

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Avatar von Danosch

Danosch 4. August 2014 um 9:33

Stimme dem voll und ganz zu.

Allerdings fürchte ich, dass dies trotzdem gang und gebe ist. Andernfalls kann ich mir nicht erklären, wie teilweise sehr verdächtige Spam-Mails den Weg in meinen Email-Eingang finden können.

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Avatar von Andreas

Andreas 4. August 2014 um 9:51

Erinnert mich an den Start des Forums von SEO-United. Dort habe ich auch eine Info-Mail erhalten an meine Mail-Adresse die ich in den Kommentaren hinterlegt hatte. Ich war schon drauf und dran die Jungs wegen Spam abmahnen zu lassen. Schlussendlich ist war es mir aber die Zeit nicht wert. Ich weiß nur das ich seitdem nur noch „Mülladressen“ verwende und SEO-United von meinen Topleseadressen gestrichen habe. Wer nach außen hin den Saubermann spielt und solche Methoden anwendet ist bei mir durch.

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Avatar von André

André 5. August 2014 um 21:11

Ja, sowas geht halt echt gar nicht, aber leider machen es sehr sehr viele. :\

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Avatar von Yoshi

Yoshi 26. August 2014 um 12:32

Und dann gibt es noch die „netten“ Damen und Herren, die die „Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare per E-Mail.“-Funktion umbauen, anpassen und umschreiben.
Nicht richtig aufgepasst, Mail bestätigt und schon hängt man im unerwünschten Verteiler (und wenn sie es richtig machen leider auch rechtens).
Aber das sind mMn auch Blogs/Seiten, die man durchweg meiden kann.

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