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WordPress umziehen – Was ist zu beachten?

Egal ob du dein WordPress auf einer lokalen Testumgebung mit XAMPP entwickelt hast, es auf einer Subdomain auf deinem Server liegt oder du einfach nur den Server unter der bestehenden Domain wechseln willst, ein Umzug von WordPress ist wirklich kein Hexenwerk.

Im Vergleich zu anderen Content Management System gibt es bei WordPress nur wenige Dinge zu beachten, diese möchte ich dir in diesem Artikel näher bringen.

1. Vorbereitungen

Vor jedem Umzug, egal ob dieser auf einen neuen Server vollzogen wird oder nicht (Domainwechsel), solltetst du ein Backup anlegen. Wir haben bereits in einem vorherigen Artikel einige Plugins für Backups vorgestellt, such dir einfach das passende Plugin raus und erstellt ein Backup (Daten + Datenbank) von deiner Installation. Ich bevorzuge das Plugin BackWPUp.

Für den Umzug der Datenbank empfehle ich das Plugin WP Migrate DB, welches du kostenlos im Plugin Directory runterladen kannst. Alternativ gibt es für PowerUser die etwas umfangreichere PRO Version hier zu kaufen. Der Vorteil von diesem Plugin ist ganz einfach: Es passt ALLE wichtigen Pfade in der Datenbank für dich an. Das betrifft nicht nur die Optionen „site_url“ und „home“ in der wp_options Tabelle, sondern auch ALLE absoluten Pfade oder Pfade welche z.B. in einem Beitrag hinterlegt wurden. Sogar serilisierte  Einträge werden korrekt abgeändert, so bleibt mehr Zeit für wichtigere Dinge im Leben. ;-)

Nach der Installation von WP Migrate DB, findest du unter „Werkzeuge“ den Punkt „Migrate DB“. Dort gibt es folgende Optionen:

MigrateDB1

Kurze Erklärung zu den wichtigsten Settings:

Current address (URL): Wird automatisch mit der aktuellen URL befüllt

New address (URL): Hier bitte die neue URL der Webseite angeben

Current file path: Aktueller absoluter Pfad der WordPress Installation (wird automatisch befüllt).

New file path: Bitte hier den neuen absoluten Pfad der Installation angeben. Diese findest du entweder über die Funktion phpinfo() oder über das Hoster Backend (z.B. Server-Info) heraus.

Do not export spam comments: Finde ich sehr praktisch, so werden direkt alle Spam Kommentare gar nicht erst mit exportiert, das spart lästiges Löschen.

Compress file with gzip: Dies minimiert die Größe des Datenbank-Dumps. Erleichtert somit das Importieren des Dumps auf dem neuen Server. Zumal viele Server (gerade kleinere Shared-Hosting Pakete) ein niedriges Datei-Upload-Limit haben.

Anschließend bestätigst du mit „Export Database“ die Einstellungen und wartest einen Moment, je nach Größe der Datenbank kann dies durchaus einige Minuten in Anspruch nehmen. Nach Abschluss erhältst du automatisch das Datenbank Dump als .gz Datei zum Download. Fertig ist deine neue Datenbank. :-)

2. Umzug der Daten auf einen neuen Server

Verbinde dich zunächst mit einem FTP-Programm (z.B: FileZilla) auf den neuen FTP-Server und lade das entpackte Daten-Backup in das gewünschte Zielverzeichnis. Oftmals empfiehlt es sich für die Installation einen Ordner zu erstellen (z.B: domain.de), da es bei mehreren Installation auf einem Server ansonsten schnell unübersichtlich werden kann.

Da der Upload u.U. einige Zeit in Anspruch nehmen kann, kannst du währenddessen eine neue Datenbank auf dem Zielserver anlegen. Oftmals geschieht dies einfach über das Backend des Hosters. Nach der Erstellung kann das Datenbank Backup, welches wir mit Hilfe von WP Migrate DB erstellt haben, in die Datenbank auf dem neuen dem Zielserver importiert werden. Am einfachsten geht dies mit phpMyAdmin. Dieses Tool ist bei den meisten Hostern vorinstalliert und kann über das Backend des Hosters erreicht werden, oftmals auch dort, wo du die Datenbanken anlegen kannst Datenbanken verwalten / bearbeiten). Alternativ kann phpMyAdmin (LINK) auch auf deinem Server manuell installiert werden.

Datenbank via phpMyAdmin importieren

Du findest in phpMyAdmin in der oberen Navigation den Punkt „Importieren“. Dort kannst du dann das zuvor generierte Datenbank Backup auswählen und importieren. Hierfür reichen alle Standard-Settings (automatische Erkennung etc.) völlig aus. Je nach Größe des Backups kann dieser Schritt einige Minuten in Anspruch nehmen.

Datenbank via SSH importieren

Alternativ kann man ein Backup natürlich auch via SSH importieren. Das empfehle ich aber nur für fortgeschrittene User, da man via SSH auch einiges „zerstören“ kann. Lade zunächst das Datenbank Backup auf deinen FTP Server, z.B. in den zuvor erstellen Ordner. Anschließend verbindest du dich mit einem SSH-Client (z.B. PuTTy) auf deinen Server. Die Daten bekommst du über das Backend des Hosters.

Anschließend navigiere via cd-Befehl in den entsprechenden Ordner und führt folgenden Befehl aus:

Für eine .gz-Datei:

gunzip > DATEI.sql.gz | mysql --user=BENUTZER --password=PASSWORT DATENBANKNAME --default-character-set=utf8

Für eine .sql-Datei:

mysql --user=BENUTZER --password=PASSWORT DATENBANKNAME --default-character-set=utf8 < file.sql&#91;/code&#93;
<h3>wp-config.php an neue Datenbank anpassen</h3>
Damit WordPress berhaupt funktionieren kann, ist natrlich eine korrekte Verbindung zur Datenbank notwendig. Sofern WordPress auf einen neuen Server umgezogen wurde, ndern sich natrlich auch die Zugangsdaten der Datenbank. Daher ist es wichtig, dass du vor oder nach dem Hochladen der Dateien die <strong>wp-config.php</strong> an den entscheidenden Stellen anpasst.

[code type="php"]
define('DB_NAME', 'database_name_here');

define('DB_USER', 'username_here');

define('DB_PASSWORD', 'password_here');

define('DB_HOST', 'localhost');

3. Nach dem Umzug

Sobald die Datenbank erfolgreich importiert- und die wp-config angepasst wurde, gehe ich immer folgende Schritte durch, um auch eine korrekte Funktion der Seite zu gewährleisten:

  1. Permalinks neu erstellen (Einstellungen > Permalinks > Speichern)
  2. Upload in der Mediathek testen. Es kann gut sein, das auf dem neuen Server die Verzeichnisrechte von /uploads/ neu gesetzt werden müssen. Daher einfach mal einen Upload in der Mediatehk testen.
  3. Seite mit Xenu auf defekte Links prüfen und ggf. fixen

Ein Umzug von WordPress ist also kein Hexenwerk, es gibt nur wenige Dinge zu beachten. Durch Plugins wie WP Migrate DB, wird einem auch der knifflige Teil mit der Datenbank abgenommen. Solltest du öfters WordPress Installationen umziehen, empfehle ich dir die PRO Version des Plugins. So kannst du z.B. zwei Installationen (Entwicklung und LIVE) mit einem Klick synchronisieren.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel weiterhelfen. Solltest du noch Fragen zu einem der Schritte haben, dann hinterlasst einfach kurz ein Kommentar. ;-)

Über Christian

Die Webentwicklung ist seit 2006 ein großer Teil meines Lebens und seit 2010 kann ich damit auch meine Brötchen verdienen. Ich beschäftige mich speziell mit WordPress und entwickle auch eigene Themes. Die Anpassungsfähigkeit von Wordpress begeistert mich immer wieder, daher möchte ich euch interessante Snippets und Plugins nicht vorenthalten.

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5 Kommentare

Avatar von Mike

Mike 11. März 2014 um 10:45

Hallo Christian,
schöner Artikel und sicherlich hilfreich! Ich habe mich vor einiger Zeit auch mit dem Thema auseinandergesetzt, da ich von vielen kleinen Webspace Accounts auf einen Server umgezogen bin und dort habe ich sämtliche WordPress Seiten mit dem kostelosen Tool XCLONER ( hier zu finden http://wordpress.org/plugins/xcloner-backup-and-restore/ ) „geclont“ und aufgesetzt! Recht einfach, da Pfade etc. gefunden bzw. automatisch angepasst werden!

Antworten
Avatar von Christian Lang

Christian Lang 11. März 2014 um 11:10

Hi Mike,

danke. Ja das Plugin kenne ich auch, wäre auch eine alternative. Ist bei mir allerdings mal bei einem Umzug abeschmiert, seit dem lass ich die Finger davon. :D Kann aber auch ne Serversetting gewesen sein. Man sollte einfach schauen mit welcher Methode man selbst am besten klar kommt.

Gruß
Christian

Antworten
Avatar von Michael

Michael 14. April 2014 um 11:56

Welches Plugin auch sehr gut ist Duplicator
http://wordpress.org/plugins/duplicator/

Dieses Plugin erledigt auch einen Umzug von einer Local installierten WordPress Installation. Ich habe dazu auch eine Anleitung geschrieben.Aber auch einen Umzug von einem auf den anderen Server ist mit diesem genialen Plugin schnell erledigt.

wordpress-check.de/wordpress-seite-mit-duplicator-plugin-umziehen

Kleiner Hinweis:
Unter PHP 5.5.9 hatte ich zu diesem Zeitpunk die einzigsten Probleme aber mit PHP 5.4 , 5.3 lief alles ohne Probleme.

Antworten
Avatar von Santos

Santos 19. November 2014 um 11:45

Hallo zusammen,
ich bin mit meiner WP-Seite nicht direkt umgezogen, ich habe nur das Stammverzeichnis geändert also ist meine WP-Seite jetzt im direkten Verzeichniss und nicht mehr in einem Unterverzeichnis (Ordner).
Probleme gab es aber trotzdem… noch und nöcher. Zuletzt kann ich meine URL nicht als Link in Facebook weitergeben weil dort dann immer noch was anderes gezeigt wird (Seite im Aufbau). Kann mir jemand helfen. Hat das was mit den absoluten Pfaden zu tun?

Antworten
Avatar von Christian

Christian 19. November 2014 um 16:04

Hallo Santos,

auch wenn du nur das Verzeichnis änderst musst die den Umzug komplett durchziehen. Also auch alle absoluten Pfade in der DB ändern sowie die Pfade in den Tabellen.

Das Facebook noch deine alte Seite anzeigt, liegt am Cache von Facebook. Diesen kannst du mit der eingabe deiner URL hier https://developers.facebook.com/tools/debug/ zurücksetzen, danach sollte es gehen.

Gruß
Christian

Antworten

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